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Samstag, 14. Juni 2008

Ein gelungener Auftakt: Zünfte-Spektakel innerhalb der Stadttore

Feuerspucker, Gaukler, buntes Treiben und mittelalterliche Musik – Willkommen im Jahre 1200.
Es schien als ob das Wetter, das zuerst den Anschein machte, als wollte es den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung machen, den Besuchern schlichtweg egal war. Selbst feuchte, glitschige Straßen und leichte Regenschauer konnten die zahlreichen Schaulustigen nicht von den vielzähligen bunten Ständen des Zunftmarkts vertreiben. Einzig und allein mussten die äußerst volkstümlichen Musikanten, die in den frühen Nachmittagsstunden versuchten das Publikum anzuheizen, mit leeren Bierbänken kommunizieren. Dafür hielten sich umso mehr Menschen in den Gassen um den Markt und der Kirche auf. Zwischen Orgelkastenmusik und mittelalterlichem Minnegesang strömten die Gäste an farbenfrohen Ständen vorbei. Von der Bierbrauerei über die Glasbläserei bis hin zur Weberei stellten die Aussteller ihr Handwerk vor und boten ihre Waren praktischerweise im Anschluss daran an. Natürlich kamen auch die beliebten „Fressbuden“ nicht zu kurz, und so musste man sich entscheiden, welchem verführerischem Geruch man sich hingeben wollte – dem des beliebten Detschers, von dem ich einfach behaupten muss, dass nur Saalfelder ihn richtig gut hinbekommen – dem der Original Thüringer Bratwurst oder dem der Zuckerwatte und der gebrannten Mandeln. Sogar ein Schokobrunnen hat die letzten Gaumen mit feiner Schokolade verwöhnt. Wer sich dann aufgrund der schwülen Luft etwas zu trinken gönnen wollte, wurde positiv überrascht. Denn neben den altbewährten Bierständen, deren süße Limo und Cola auf die Dauer keine Alternativen darstellten, wurde der Stand, der Bowle (sowohl mit und ohne Alkohol) verkaufte, sehr gut angenommen. Etwa gegen 16 Uhr lies sich auch die Sonne wieder blicken, sodass sich die Bierbänke auf dem Markt enorm schnell füllten und der Alkohol der Bowle noch schneller in den Kopf ging. Möglicherweise war das der Grund sich eine Modenschau anzusehen, organisiert von der Friseurinnung Chic e.G., die auf Dauer, abgesehen von den Tanzeinlagen dreier hübscher junger Damen, inszeniert und nicht besonders mitreißend wirkte und auf einem Stadtfest die Stadt Saalfeld vor Gästen nicht wirklich repräsentiert. Sehr amüsant hingegen war, dass man viele Besucher am Abend noch am selben Tisch hat sitzen sehen, nur dass die Stimmung noch wesentlich ausgelassener schien. Dafür war das durch die Menge laufen wesentlicher nervenaufreibender, da sich jetzt alles um den Markt zentrierte und das für 22 Uhr angekündigte Feuerwerk erwartete. Bis es soweit war versuchte die Mittelalter – Folk - Rock – Band  „Camerata Pledelinga“  das Publikum wach zu halten, jedoch fiel der Applaus äußerst spärlich aus, worin sich vielleicht die Kritik an den monoton klingenden Liedern geäußert hat. Dafür war es wieder einmal herrlich in der milden Abendluft auf dem Markt zu stehen, die wundervoll beleuchteten Gebäude auf sich wirken zu lassen und die Atmosphäre zu genießen. Vor allem für die ganz kleinen Besucher war dies eine prima Gelegenheit länger wach zu bleiben und herumzutollen. Und wer seinen Blick regelmäßig gen Himmel richtete wurde überrascht, denn von der Bühne wurde ein so eindrucksvolles Feuerwerk abgeschossen, welches mit effektvoller Musik untermalt war, dass es selbst aus den hinteren Reihen sehr gut sichtbar war. Leider war dieses Feuerwerk ein viel zu kurzes Erlebnis, und mit dem letzten Schlag schien auch die Müdigkeit einzusetzen und so leerte sich der Markt rasant schnell.

 

Maika Hammermüller am 16.6.08 11:23





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